Money Management Systeme

Was ist ein Money Management System?

Ein Money Management System bestimmt das Aussehen deiner Vermögenskurve. Unser Ziel ist es natürlich eine ansteigende Vermögenskurve mit dem Trading zu erzielen. Grundvoraussetzung hierfür sind profitable Trading Strategien.

 

Jedoch können unsere Trading Strategien noch so profitabel sein - ein falsches Money Management System kann unser Konto trotzdem plätten.

 

Ein Money Management System behandelt vor Allem die Frage, welche Positionsgröße man beim nächsten Trade einsetzen sollte und hängt somit eng mit dem zu Verfügung stehenden Kapital und dem Gewinn oder Verlust pro Trade zusammen.

 

In mancher Literatur wird der Stop Loss noch zum Money Management dazugezählt, was aber häufig zu der Annahme führt, dass man einen pauschalen Stop Loss (z.B. bei 100€ Verlust) setzen sollte. Weshalb dies meiner Meinung nach falsch ist und der Stop Loss auf jede Trading Strategie individuell angepasst sein sollte, wird unter Anderem in diesem Youtube Video thematisiert.  ->Link

 

Deshalb behandeln wir also nur die Frage mit welcher Positionsgröße man beim nächsten Trade in den Markt einsteigen soll.

Und hierfür gibt es mehrere Systeme, die eine Positionsgröße entweder vorgeben oder berechnen.

Für mich gibt es folgende drei Überkategorien, die man als Money Management System nutzen kann. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.

Welche Money Management Systeme gibt es?



Exponentielles Wachstum

+ Langfristig erfolgreich

+ Chance auf hohe Gewinne in der Zukunft

 - Größere Schwankungen

 - Größeres Risiko

Lineares              Wachstum

+ Langfristig erfolgreich

+ Stetiges Wachstum

+ Wenig Schwankungen

 - Kein Zinses-Zins-Effekt  

Zocker-                 Systeme

-  Mit Glück kurzfristig erfolgreich

-  Tendieren langfristig gegen 0

-  Extremes Risiko

+ Chance auf hohe kurzfristige Gewinne


Du brauchst das richtige MMS um deine Ziele zu erreichen!

Du brauchst unbedingt das richtige Money Management System, um deine Ziele zu erreichen, die du dir von dem Trading erhoffst. Schritt Nummer eins wäre also erst einmal, sich seiner Ziele bewusst zu machen.

 

Willst du mit dem Trading enormen Reichtum erlangen? Dann wäre wohl ein Money Management System mit exponentiellem Wachstum empfehlenswert. Willst du nur dein monatliches Einkommen mit dem Trading erzielen? Dann wäre ein Money Management System mit linearem Wachstum ratsam.

Oder siehst du die Börse nur als Glücksspiel und ist dir das investiere Geld nichts wert, hoffst aber auf schnelle und große Gewinne? Dann suchst du nach Zocker-Systemen, die aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Verlust führen werden und wenn überhaupt nur kurzfristig Erfolge erzielen können.

 

Risikofreudigkeit & mentale Stärke

Gleichzeitig musst du wissen wie risikofreudig du bist und wie ausgeprägt deine mentalen Eigenschaften sind. Wenn du also sehr risikofreudig und mental stark bist, dann wäre vielleicht die Kelly Formel eine Anlaufstelle. Es ist eine sehr aggressive Formel und enthält enorme

Schwankungen in der Vermögenskurve.

 

Wenn du weniger Risiko und weniger Schwankungen, aber trotzdem exponentielles Wachstum haben möchtest, ist eventuell die 1-2% Prozent Regel dein Money Management System.

 

Ist es dir nur wichtig, dass du mit dem Trading dein monatliches Einkommen verdienst, dann ist ein Money Management System mit linearem Wachstum sinnvoll und du kannst zum Beispiel die Rückrechnungsmethode anwenden. Hierbei fallen Drawdowns (Verlustphasen) nicht so schwer ins Gewicht wie bei exponentiellen Wachstumsmethoden und du hast ein stetigeres Wachstum. Dafür hast du dann aber nicht den Vorteil des Zinses-Zins-Effekts.

 

Falls du extrem risikofreudig bist, dann werden dich wohl Zocker-Systeme wie die Martingale-Strategie oder die Antimartingale-Strategie anlocken. Vor diesen Systemen kann man aber nur abraten, denn die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass du dein Konto damit vernichtest.

Wenn überhaupt bringen diese Systeme nur kurzfristigen Gewinn und haben somit auch etwas mit Glück zu tun. An der Börse müssen wir aber versuchen den Faktor Glück so gut es geht rauszunehmen, damit wir langfristig Gewinne einfahren können.